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Projekt:"SCHULE MACHT BLAU"

Künstler(in): Nicolas Freitag

O.T. - Foto: Nicolas Freitag

O.T. - Foto: Nicolas Freitag

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O.T. - Foto: Nicolas Freitag

O.T. - Foto: Nicolas Freitag

O.T. - Foto: Nicolas Freitag

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O.T. - Foto: Nicolas Freitag

O.T. - Foto: Nicolas Freitag

Kategorien: Kombination versch. Techniken, Persönliche Entwicklung/Selbstfindung, Schulen allgemein, Mädchen, Jungen, Migrant(inn)en, mit Lernschwäche, im Kunstunterricht, Schule

Ort: Berlin und Schleswig-Holstein, Schleswig-Holstein

Projektträger: Schule:
Integrierte Gesamtschule in Ahrensburg
IGS Ahrensburg
Wulfsdorfer Weg 71
22962 Ahrensburg

Teilnehmer(innen): Gesamtschule / Teilgebundener Ganztag

Projektverlauf: 

 

Vorstellung und Kurzbeschreibung:
"SCHULE MACHT BLAU"
Die Idee basiert darauf, der Schülerschaft nicht einfach ein Kunstwerk eines "Fremden" im Zuge von Kunst im öffentlichen Raum" vor die Nase zu stellen und sie damit allein zu lassen, sondern ihr eine Idee zu vermitteln, die sie dann ausführen und weiterentwickeln kann. Dazu wurde der Künstler Nicolas Freitag eingeladen, ein Konzept zu entwickeln.
Nach einer gemeinsamen Besichtigung der Schule entwickelte Herr Freitag das Konzept "SCHULE MACHT BLAU", ein Projekt, welches zwar einer, vom Künstler vorgegebenen konzeptionellen Grundidee folgt, aber alle der Schule Verbundenen auffordert, denkend und gestaltend daran mitzuwirken.
"SCHULE MACHT BLAU" wird an der Schule in Gesprächen, mit einer ausliegenden Mappe und über die Schulhomepage bekannt gemacht. Der Künstler unterbreitet hier verschiedene Herangehensweisen und Anregungen für mögliche gestalterische Umsetzungen des Themas.
Diese Vorschläge sind orientiert an den Fachbereichen. Für den Fachbereich Informatik und den Hausmeister wird beispielsweise das Verändern des Klingeltons der Schule in den Ruf einer Blaumeise oder das Fallen eines Wassertropfens in ein großes Becken vorgeschlagen. Im Fachbereich Haushaltslehre könnte beispielsweise am ersten Schultag nach Himmelfahrt Blaubeerkuchen mit Minze gekocht und serviert werden. Ein weiterer Vorschlag ist das Anfertigen blauer Kissen für kalte Bänke in der Schule. Dieses könnte im Fach Textillehre realisiert werden.
Sein Konzept beruht auf der Idee, Kunst langfristig in der Öffentlichkeit und in dem Alltag der Schule zu etablieren und Kunst aus dem Abseits der Fachräume und Vitrinen herauszuholen. Die Form der Kunstwerke ist offen; alle Schüler, Lehrer und Eltern der Schule sind aufgefordert sich mit ihren Ideen einzubringen. Der Zeitraum ist nicht bestimmt. Das Vorhaben soll möglichst viele Jahre laufen und im ganzen Schulgebäude sichtbar werden. Nicolas Freitags Beitrag bestand hauptsächlich in der Rolle des Impulsgebers und des "Erinnerers". Mit kleinen Kunstwerken, den "Erinnerungspunkten", in der Cafeteria, im Lehrerzimmer und vor dem Rektorat, soll laufend an das Projekt erinnert werden. Meine Rolle als Kunsterzieher und Künstler besteht in der Vermittlung und Weiterentwicklung der Ideen, aber auch im Beraten und Reflektieren.

Die ersten entstandenen Projekte sind die Ausgestaltung eines Durchgangs, dessen Wände von den Schülern mit Worten bedeckt wurden, die ihnen zum Themenkreis "SCHULE MACHT BLAU" einfielen. Eine andere Schülergruppe stellte blaue "träumende Blitzköpfe" aus Gips und Ästen her, die an den Querbalken der Deckenkonstruktion im selben Durchgang, angebracht wurden. Die Köpfe sollen den Blick weiter nach oben durch das Fensterglas zum Himmel leiten. Eine dritte Schülergruppe gestaltete für einen quadratischen Durchgangsraum ein Deckengemälde, das den dunklen Raum nach oben öffnet. Es zeigt fliegende oder fallende Figuren, vor hellblauem Grund. Im Unterricht wurden vorbereitende Fotos und Collagen hergestellt, die als Vorlagen für das Deckengemälde dienten. Die Schüler setzten dann ihre Vorlagen mit Hilfe der Künstlerin Katharina Duwe in einer Projektwoche um.
Weiterhin wurden die Erinnerungskreise an den bereits beschriebenen Orten installiert und eine Klasse für Textiles Werken hat blaue Kissen für kalte Sitzgelegenheiten im Außenbereich genäht. Weiterführend sind geplant die Veränderung des Pausenklingelns (Musikthemen, die etwas mit Blau zu tun haben); in Zusammenarbeit mit der Partnerschule in Esplugues (Spanien) ein Kachelprojekt (Geschichte der Kachelproduktion, Herstellung von Kacheln mit blauen Mustern).
Und hoffentlich noch das ein oder andere Projekt von dem wir noch nichts wissen.

Projektentwicklung:

1. Bewilligung einer Summe für Kunst-am-Bau in Folge eines Erweiterungsbaus.

2. Übereinkunft mit den Verantwortlichen der Stadt, des Landes und dem Schulleiter über die Verwendung der Mittel.

Die unübliche Vergabe der Mittel an mich wurde genehmigt, weil ich neben meiner Tätigkeit als Kunsterzieher auch bildender Künstler bin und weil ich in meinem Konzept die Einbeziehung eines Künstlers, der auch konzeptionell arbeitet, vorgesehen habe. Wichtig war hier, dass die entstehenden Kunstwerke auf den Ideen der beteiligten Künstler beruhen.

3. Einladung von Nicolas Freitag. Gemeinsame Besichtigung des Schulgebäudes und Entwicklung erster Ideen.

4. Entwicklung des Konzepts.

5. Vorstellung des Konzeptes im Kollegium. Auslage und Rückmeldung aus dem Kollegium.

6. Vorstellung, Entwicklung und Ausführung erster Projekte im laufenden Unterricht (Vorbereitung u.a. mit digitaler Fotografie) und in einer Projektwoche (Malerei und Objekte).

Verkopplung mit einem außerschulischem Projekt in einer Ahrensburger Kultureinrichtung, dem Marstall. Die Künstlerin Katharina Duwe gestaltet nach Vorlagen, die ich im Unterricht mit den Schülern erarbeitet habe, ein Deckengemälde.

7. Installation der ersten Arbeitsergebnisse.

8. Präsentation im Internet auf der Homepage.

9. Weiterführung des Projektes.

Ergebnis: 

Hoffentlich das ein oder andere Projekt von dem wir noch nichts wissen.

Besonderheiten:

Kunst soll durch das beschriebene Verfahren aus seiner Sonderstellung als Randfach herausgebracht und alltäglicher werden. Die Verknüpfung mit anderen Fächern wird angestrebt.

Kontakt:

Nicolas Freitag

Atelier:

Werner Voß Damm 62

Aufgang F

1.OG rechts

12101 Berlin

nfreitag[at]illusion-drop.de

Postanschrift:

Lauenburger Str. 103

12169 Berlin

+49 30 79 50 436

homepage: www.nfreitag.de

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