Logo Bewegung Kunst

Projekt:Marionetten – Charakter, handwerkliches Geschick, Phantasie, Bewegung und Sprache

Künstler(in): Susanne Pomerance

Foto: Susanne Pomerance

Foto: Susanne Pomerance

Foto: Susanne Pomerance

Foto: Susanne Pomerance

Kategorien: Objekte

Ort: Birkenwerder, Brandenburg

Projektträger: Kulturmühle Perwenitz, LEB (Ländl. Erwachsenenbildung) Prignitz/Havelland,
im Programm »Schulverweigerung – Die 2. Chance«

Zeitlicher Ablauf: Wochenprojekt 2009 und 2010, 7 Std. täglich (mit gemeinsamem Essen)

Teilnehmer(innen): 8 Jungen, 2 Mädchen (14–18 J.) aus 2 Oberschulen + 1 Realschule Im pädagogischen Team:1 Künstlerin, 2 Sozialarbeiter, 1 Lehrer

Projektverlauf: 

Der Bau von Marionetten ist ein Wochenprojekt, das auf vielseitige Weise Offenheit, Vorstellungskraft, emotionalen Ausdruck und Kommunikation erfordert und ermöglicht. Dies erlebt man während des Bauens, aber auch und vor allem nach Fertigstellung der Figur. Die Marionette ist ein Teil der Jugendlichen selbst, scheint aber irgendwann ein eigenständiges Geschöpf zu werden. So haben sich die Jugendlichen in Gesprächen in der Ideenphase, beim Sägen und Zusammensetzen, beim Bekleiden und Bemalen intensiv mit dem Charakter ihrer Marionette beschäftigt. Es gibt märchenhafte, zurückhaltende, aggressive und provozierende Figuren. Sobald sie an den Fäden hängen und sich mit eigener Dynamik an den Händen der Jugendlichen zu bewegen beginnen, setzt ein Prozess ein, in dem diese vorbehaltlos zuzuschauen scheinen, was die von ihnen selbst geschaffene Marionette tut. Die Puppen sind oftmals wesentlich  kommunikativer, interessierter, herzlicher, ausgelassener und positiver als ihre Erbauer. Sie können sich freundlich begrüßen, sie sprechen miteinander – manche tanzen sogar. Sie sind ausdrucksstark und eigen, sie haben Energie und teilweise sogar Lebensfreude. Was den Jugendlichen untereinander schwer fällt – ihre Marionetten können es spielend. Ziel der künstlerischen Projektarbeit mit Leistung verweigernden Jugendlichen ist vor allem das Wahrnehmen ihrer Selbst und der anderen, einen Zugang zu eigenen Wünschen und Möglichkeiten zu finden, der Erwerb praktischer Fähigkeiten und damit Anerkennung und Selbstbestätigung. Ziel des Projektes ist auch soziale Kompetenz und Verantwortung für sich selbst und Respekt im Umgang mit anderen. Dahingehend kann die künstlerische Arbeit die oft fast schon geschlossene Tür ein wenig öffnen.

Ergebnis: 

viele Fotos, textliche Darstellung der Projekte

 

Fotos und Filmaufnahmen der Jugendlichen selbst

Kontakt:

Susanne Pomerance

Tel. 03303 / 21 32 26

s.pomerance[at]web.de

 

Kulturmühle Perwenitz e. V.

www.kulturmuehle-perwenitz.de

Zurück zur Übersicht